In vielen Unternehmen ist das Thema "Konzernsicherheit" oder "Unternehmenssicherheit" historisch gewachsen. Einzelne Bereiche der "Sicherheit" sind für sich genommen gut ausgeprägt. Es fehlt häufig ein klarer Bezug zur Unternehmensstrategie, eine Herleitung der Anforderungen aus den Geschäftsprozessen und der Risikoanalyse und eine eindeutige Definition und Aufbau der Planungs-, Führungs- und Steuerungsprozesse der Sicherheit. Der Stärke auf der operativen Umsetzungsebene steht das Fehlen eines durchgängigen, prozessorientierten Sicherheitsmanagementsystem gegenüber.
Für den Bereich der Sicherheitsmanagementsysteme liegen außer der Überlegungen in Österreich (ONK 252 Corporate Security Management) derzeit noch keine anerkannte Normen vor.
Als Vorbild für ein umfassendes Sicherheitsmanagementsystem lassen sich die ISO 27000 ff. zur Informationssicherheit oder dem BS 25999 "Code of practice for business continuity management“ bzw. der ONR 49000 "Risikomanagement" heranziehen. Da aber viele Unternehmen ein ausgeprägtes Qualitätsmanagement besitzen, liegt es nahe, die bereits etablierte Methoden – u.a. den PDCA-Zyklus – auf den Sicherheitsbereich zu übertragen und das Sicherheitsmanagement analog zum Qualitätsmanagement zu entwerfen und später in einem integrierten Managementsystem zu verbinden.
Bei unserem in der Praxis umgesetzten Aufbau werden zunächst die Sicherheitsziele und die –politik festgesetzt. In der folgenden Ausarbeitung der erforderlichen Dokumente auf den verschiedenen Ebenen werden die zu behandelnden Themenbereiche abgegrenzt, Verantwortlichkeiten festgelegt und die Sicherheitsprozesse definiert.
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Neben den organisatorischen, übergreifenden Strukturen werden die einzelnen Themen anschließend mit den verantwortlichen Mitarbeitern dezidiert bearbeitet bis hin zu einzelnen Prozessbeschreibungen. Vorhandene Strukturen, Organisationen und Maßnahmen werden überprüft und soweit möglich in das neue Sicherheitsmanagementsystem überführt. Bis das vollständige System schließlich implementiert ist, durchläuft es mehrere Qualitätsmanagementzyklen. Der modulare Aufbau stellt sicher, dass Ihr Unternehmen tatsächlich ein ganz individuelles, auf seine konkreten Sicherheitsbedürfnisse abgestimmtes System erhält. das den „Best Practice“-Standards entspricht. Damit kann ein Beitrag dazu geleistete werden, dass der Wertschöpfungsanteil der Sicherheit deutlich wird und die Akzeptanz der "Sicherheit" im Unternehmen zumindest nicht weiter sinkt.
